Finasterid

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Das Medikament gegen Haarausfall

Finasterid ist ein synthetisches Steroid und ist dem natürlichem Testorteron Hormon sehr ähnlich. Es verhindert, dass das Sexualhormon Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) umgewandelt wird. Gewisse Haarfollikel mancher Menschen sind gegenüber DHT empfindlich. Dies ist genetisch bedingt. Durch DHT werden Haarfollikel in der Wachstumsphase (Anagenphase) beeinträchtigt.
Finasterid hemmt die Umwandlung von Testosteron in DHT. Die Haarfollikel werden hier in der Wachstumsphase nicht mehr beeinträchtigt. Nur wenn Haarfollikel bereits sehr sehr lange Zeit in ihrem Wachstum beeinträchtigt wurden, kann es oft nicht mehr gerettet werden.
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Einnahmedauer

Die ersten Erfolge von Finasterid sind individuell, in der Regel jedoch innerhalb von 3-6 Monaten zu sehen. Solange Finasterid eingenommen wird, wird auch der genetisch bedingte Haarausfall aufgehalten. Sobald die Einnahme beendet wird, erhöht sich der DHT- Blutspiegel und die bis dahin aufgehaltenen Haarfollikel fallen aus.

Beobachtungen zufolge wird durch die Einnahme von Finasterid bei 3 von 4 Menschen der genetisch bedingte Haarausfall gestoppt und durch die Kräftigung der bestehenden Haarfollikel eine Verdichtung der Kopfbehaarung erreicht.

Nebenwirkungen

Die möglichen Nebenwirkungen von Finasterid werden je nach Dosierung unterschiedlich aufgeführt.
Bei geringer Dosierung und nicht regelmäßiger Einnahme können gelegentlich, bei höherer Dosierung und regelmäßiger Einnahme können häufiger folgende Symptome zum Vorschein kommen:

- Libido – hierbei handelt es sich um eine Verminderung des sexuellen Verlangens
- erektile Dysfunktion bzw. Erektionsstörung – hierbei handelt es sich um eine Sexualstörung, bei der eine ausreichende Erektion des Penis nicht zustande kommt.
- vermindertes Ejakulationsvolumen
- İnfertilität bzw. Unfruchtbarkeit
- Gynäkomastie – vergrößerte Männerbrust
- Depressionen – häufig nach Absetzen von Finasterid (auch als Post Finasterid Syndrom bekannt)

Auch nach Absetzen einer Finasterid Therapie ist ein Fortbestehen der oben genannten Nebenwirkungen nicht auszuschließen.
 
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